Get Adobe Flash player

Projekt Umfrage Antisemitismus

Schriftgröße verändern

Im Rahmen eines Religion-Projektes zum Thema "Antisemitismus" im heurigen Frühjahr, haben die 3.Klassen eine Befragung in Tulln am Hauptplatz durchgeführt. Die Ergebnisse dieser Passantenbefragung wurde von den Schülern selbst ausgewertet und grafisch dargestellt. HIER eine Auswahl dieser Projektarbeiten. 

 


 

Großer Erfolg für Jungautorin Hannah Lawitschka

Schriftgröße verändern

Im Rahmen des Kulturfestivals "art.experience 2017" fand der NÖ Kinder- und Jugend-Kurzgeschichtenwettbewerb statt. Hannah Lawitschka konnte nach 3 Gymnasiasten den hervorragenden 4. Platz in der Kategorie der 10 - 14jährigen erreichen. (1. Platz: BG/BRG Lilienfeld, 2. Platz: BG Babenbergerring, 3. Platz: BG/BRG Berndorf und Perchtoldsdorf).

 FENSTERBRETTBEKANNTSCHAFT 

Eine Kurzgeschichte von Hannah Lawitschka (19.9.2017)

Der Wind wirbelte die Blätter über die verlassene Straße. Es war still, doch sie wusste, gleich wäre es wieder so weit. Ihr Blick schweifte durch den fast leeren Raum und blieb an der Uhr hängen. In diesem Moment sprang der Zeiger auf die Zwölf. Es war Punkt sechs, und der Bus kam nie zu spät. Da hörte sie auch schon, wie der Bus sich näherte. Die Scheinwerfer bahnten sich ihren Weg durch die bereits einsetzende Dunkelheit. Mit quietschenden Bremsen kam der Bus zum Stehen und die Tür öffnete sich mit einem leisen Zischen, das sie durch das gekippte Fenster kaum vernahm. Einer nach dem anderen stiegen sie aus dem Bus. Jugendliche mit ihren Handys in den Händen, Geschäftsmänner, die sich dazu entschlossen hatten, den Heimweg mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln zu bestreiten, ältere Damen, die wohl noch ein paar Einkäufe erledigt hatten, wie man an den prall gefüllten Tüten unschwer erkennen konnte. Und dann stieg er aus. Sie beobachtete den Jungen schon, seit sie vor Wochen hier eingezogen waren. Seine glänzend braunen Haare lugten unter der grauen Wollmütze hervor. Er trug, anders als die meisten Fahrgäste, keine Jacke. Nur ein dicker Sweater schützte ihn vor dem eisigen Novemberwind. Seine Hände waren tief in den Taschen seiner Jeans vergraben, doch als er sich eine Strähne seines Haars aus der Stirn strich, konnte sie seine Hände erkennen. Sie schienen größer zu sein, als die der Jungen in ihrer Klasse. Aber sie hatte schon vermutet, dass er älter als sie ist. Seine Füße steckten in schwarzen Converse, wie sie sie auch selbst gerne trug. Sie konnte nicht genau sagen warum, aber dieser Junge faszinierte sie. Obwohl das Mädchen den verstaubten Dachboden mit dem Buntglasfenster schon seit sie ihn zum ersten Mal betreten hatte, liebte, stieg sie nun immer die schmale Holztreppe hinauf, um ihn zu beobachten. Sie machte es sich auf dem breiten Fensterbrett des alten Hauses bequem, auf dem sie einige Kissen verteilt hatte. Er stieg montags bis freitags immer um sechs Uhr an der Haltestelle vor ihrem Haus aus. Schon oft hatte sie bei seinem Anblick gegrübelt, wo er wohl tagsüber war. Sie schätzte ihn auf sechszehn, es war also durchaus möglich, dass er noch die Schule besuchte. Allerdings bezweifelte sie das, da er wohl nicht immer zur selben Zeit nach Hause kommen würde, wenn er von der Schule käme. Vielleicht machte er eine Lehre, oder er war doch schon älter und kam von der Arbeit. Lächelnd blickte sie auf die Zeichnungen in ihrem Schoß hinab. Sie hatte schon immer gerne gezeichnet, doch dieser Ort inspirierte sie. Fast schon war der Dachboden mit den Kisten und Kartons der Vorbesitzer ihres neuen Hauses, die über den großen Raum unterm Dach standen, auf dessen Boden die Sonne, wenn sie im richtigen Winkel stand und direkt durch das Fenster aus buntem Glas schien, ein Meer aus Farben malte, ein magischer Ort für sie. Wenn der Staub durch die Luft tanzte, flogen ihre Hände nur so über das Papier. Strich für Strich malte sie immer denselben braunen Wuschelkopf, mal mit, mal ohne der grauen Mütze, bis sie den Bus herannahen hörte. Dann blickte sie stets von ihren Zeichnungen auf, um einen Blick auf die davonströmenden Fahrgäste zu erhaschen, ganz besonders auf diesen einen. So war es auch heute gewesen. Langsam verschwanden die Menschen, die vor wenigen Sekunden aus dem Bus gestiegen waren, in alle Richtungen. Auch der Junge setzte sich in Bewegung. Ans Fenster gelehnt sah sie ihm zu, wie er sich Schritt für Schritt von ihr entfernte. Das Mädchen fragte sich, ob er sie wohl jemals bemerken würde, wie sie durch die verstaubte Fensterscheibe des Dachbodens auf ihn herunter sah. Noch immer ruhten ihre Augen auf ihm, als sein Kopf sich hob. Ein Lächeln umspielte seine Lippen, als ihre Blicke sich trafen.

 


 

Kontakt

 

Sport Mittelschule Tulln

 

Kirchengasse 32a

3430 Tulln/Donau

Tel.: 02272 / 22333 210

Fax: 02272 / 22333 299

SNB: 02272 / 22333 211

Lehrerzimmer:

02272 / 22333 212

Sekretariat:

02272 / 22333 215

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

 

n shs logo cmyc farbe neu

Siegel2017

tennis96

 

 

noegv

 

mastertent logo